SONGTEXT
Jetzt, wo sich das letzte Oktoberlicht durchs Fenster schiebt, muss ich an dich denken.
Scheiße, wie sehr du diese kleinen Momente geliebt hast. Oktober. Herbst. Dieses ganze bunte Durcheinander. Und jedes Mal, wenn ich draußen bin, bist du irgendwie dabei.
Ich denke daran, wie wir uns zum letzten Mal gesehen haben. Du standest an der Haustür und sagtest: „Ich fahr mal nach Hamburg. Mit den Jungs treffen.“
„Mach das mal“, sagte ich.
War ja auch höchste Zeit, dass du deinen Arsch mal wieder rausbewegst. Du hast gegrinst, deinen Schlüssel geschnappt und bist raus. Ich blieb noch kurz stehen. Dann ging die Tür wieder auf. Du kamst zurück, drücktest mir einen Kuss auf die Stirn und sagtest:
„Warte nicht auf mich. Wird bestimmt spät.“
Ich hab gelacht.
„Als ob ich jemals auf dich warten würde.“
Du hast noch mal gegrinst und die Tür zugezogen.
Ich war nämlich wirklich nie besonders gut im Warten.
Inzwischen bin ich es.
REFRAIN:
Und deine Welt dreht sich weiter,
also dreh dich mit,
auch wenn jetzt neben dir einer fehlt.
Ich seh dir zu,
wie du das Leben wieder liebst,
und wünsch mir manchmal,
dass du mich noch einmal siehst.
Mir fehlt dein Lachen, dein Eigensinn,
deine Augen, in denen meine ganze Welt steckt.
Und ich lieb dich noch immer,
verdammt, das bleibt,
doch halt für mich nicht an,
wenn das Leben nach dir schreit.
Geh raus,
verlieb dich,
sei laut
und sei frei.
Denn nur weil ich fehle,
ist dein Leben nicht vorbei.
Später hat es geklingelt. Und dann ist meine Welt stehen geblieben.
Ich weiß nicht mehr, was die Leute gesagt haben.
Da ist einfach ein riesiges schwarzes Loch in meinem Kopf.
Am nächsten Morgen hab ich geschrien.
Geheult.
Irgendwelchen Scheiß durch die Wohnung geworfen.
Ich war so unfassbar wütend.
Auf dich.
Auf mich.
Auf diese beschissene Welt,
die einfach weitermachte.
Draußen war Oktober.
Überall diese verdammten Farben.
Und für mich war alles schwarz.
Und dann brannten Kerzen.
Dabei wollte ich doch nur ein bisschen Sonne.
Menschen kamen, umarmten mich, sagten gut gemeinte Dinge.
Manche kannte ich nicht mal.
Alle redeten davon, dass die Zeit irgendwas heilen würde.
Was für ein Scheiß.
Irgendwann war alles vorbei.
Ich kam zurück in unsere Wohnung.
Alles war genau wie vorher. Nur du nicht.
Und plötzlich war ich ganz ruhig. Ich stand im Flur und schaute auf die Haustür.
Weißt du, ich war wirklich nie besonders gut im Warten.
Aber für dich hätte ich es gelernt, wenn ich gewusst hätte, dass du wieder reinkommst.
REFRAIN:
Und deine Welt dreht sich weiter,
also dreh dich mit,
auch wenn jetzt neben dir einer fehlt.
Ich seh dir zu,
wie du das Leben wieder liebst,
und wünsch mir manchmal,
dass du mich noch einmal siehst.
Mir fehlt dein Lachen, dein Eigensinn,
deine Augen, in denen meine ganze Welt steckt.
Und ich lieb dich noch immer,
verdammt, das bleibt,
doch halt für mich nicht an,
wenn das Leben nach dir schreit.
Geh raus,
verlieb dich,
sei laut
und sei frei.
Denn nur weil ich fehle,
ist dein Leben nicht vorbei.
Jetzt ist wieder Oktober. Ich hab drauf gewartet.
Auf die Farben.
Die Sonne.
„Es kann ja nicht immer regnen“, hast du immer so schön gesagt.
Ja. Stimmt wohl.
Das Licht wandert. Die Uhren ticken wieder.
Und manchmal erwische ich mich sogar dabei, wie ich einfach so vor mich hin lächle.
Und dann muss ich an dich denken.
Es wird Momente geben, in denen du mir fehlst.
Dein Lachen. Deine Stimme. Dieser ganze verrückte Scheiß, den nur du machen konntest.
Und das ist okay.
Auch wenn meine Welt sich weiter dreht und deine nicht.
REFRAIN:
Und deine Welt dreht sich weiter,
also dreh dich mit,
auch wenn jetzt neben dir einer fehlt.
Ich seh dir zu,
wie du das Leben wieder liebst,
und wünsch mir manchmal,
dass du mich noch einmal siehst.
Mir fehlt dein Lachen, dein Eigensinn,
deine Augen, in denen meine ganze Welt steckt.
Und ich lieb dich noch immer,
verdammt, das bleibt,
doch halt für mich nicht an,
wenn das Leben nach dir schreit.
Geh raus,
verlieb dich,
sei laut
und sei frei.
Denn nur weil ich fehle,
ist dein Leben nicht vorbei.